Great Lakes Region: Rundreise durch Kanada & die USA!

Auf zu den Great Lakes… Für Sage und Schreibe 260.- USD haben wir einen Flug von Amsterdam nach Toronto gebucht! Wie das geht? Ich empfehle www.skyscanner.com um Flüge zu vergleichen und die günstigsten Deals zu finden!

 

TORONTO
Zuerst war die Stadt am Lake Ontario, einem der sogenannten Great Lakes, dran. Nach einigem herumprobieren (zb. im Amsterdam Guesthouse oder Kaisar Guesthouse) fanden wir schliesslich ein Hostel in dem wir uns wohlfühlten: Das Alldays Hostel. Zwar etwas weit vom Stadtzentrum, aber mit U-Bahn etc. ist alles leicht zu erreichen.

Nebst dem Nachtleben, was wirklich gut aber ein bisschen weiträumig verteilt ist, haben wir unter anderem den Distillery District angeschaut, welchen wir übrigens ein bisschen enttäuschen fanden. Viele teure Restaurants aber nicht soviele coole „Brew Pubs“ wie wir uns das vorgestellt hätten.
Cool fanden wir die Front Street mit vielen Läden und Pubs. Fast täglich fand ein Spiel der „Blue Yays“ statt und hunderte blau eingekleidete Fans füllen die Strassen vor und nach dem Baseball-Game. Im Park an der Waterfront des Lake Ontario lässt es sich gut relaxen 🙂
Wir gingen noch zum Steven Tyler-Konzert im „Sony Centre of the performing Arts“ was auch supercool war. Sonst kann man einfach super durch die Strassen schlendern (zb. in der Spadina Ave. wo sich grösstenteils die Chinatown befindet).
Wer sich für Eisockey interessiert, ist sicherlich in der „Eishockey Hall of Fame“ gut aufgehoben!

Nach ein paar Tagen war dann aber genug und wir holten uns ein echt günstigest Mietauto (gefunden bei www.billiger-mietwagen.de) am Flughafen ab. Übrigens viel günstiger als wenn wir das Auto vor Ort gebucht hätten….schräg. Von da an ging dann unsere Tour los 🙂

Steven Tyler im Sony Center

Steven Tyler im Sony Center

Die Stadt aus der Vogelperspektive

Die Stadt aus der Vogelperspektive

 

 

NIAGARA FALLS
Als erstes standen natürlich die weltberühmten Niagarafälle auf dem Programm. Nach einer eher mühsamen Fahrt auf völlig überfüllten Strassen erreichten wir das Städtchen Niagara Falls nach gut 2 Stunden. Der Ort ist für meinen Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig…ein bisschen wie Disneyland! Das Zentrum rund um die Wasserfälle herum ist gesäumt von einem Hardrock Cafe, Madame Tussauds Wachsmuseum, Ripleys Believe it or not, diversen Geisterbahnen, teuren Restaurants und Souvenirshops. Generell habe ich mir die Gegend etwas natürlicher vorgestellt, nicht voll zugebaut mit modernen Betonbunkern.
Aaaaber die Niagarafälle an sich sind der absolute Wahnsinn…da wird einem bewusst, was Mutter Natur alles geschaffen hat! Die Fälle selbst haben wir zweimal besichtigt. Einmal bei Tageslicht (natürlich wiedermal bei Prachtswetter) und am Abend dann noch mit der aufwändigen Lichtshow samt Feuerwerk. Ich habe vergessen zu erwähnen – wir waren zufällig genau am „Labour Day“ da – einem der wichtigsten Feiertage Nordamerikas. Alles in allem haben wir den Besuch da sehr genossen, aber nach einem Tag mit Übernachtung hatten wir den Rummel gesehen. Übernachtet haben wir übrigens im „HI Hostel“ etwas ausserhalb, dafür günstig und mit schöner Gartenterrasse…

Die "kanadischen Fälle"

Die „kanadischen Fälle“ bei Tag…

...und bei Nacht!

…und bei Nacht!

Die "amerikanischen Fälle"

Die „amerikanischen Fälle“

 

 

ÜBER DIE „BRIDGE TO USA“ NACH CLEVEAND
Am nächsten Tag entschieden wir uns, die „Bridge to USA“ zu überqueren (übrigens unsere erste Einreise in die USA auf dem Landweg). Nach ein paar peniblen Frage des Grenzwächters und einem ca. halbstündigen Aufenthalt im Immigration Office hatten wir dann den Stempel in der Tasche und konnten unsere Fahrt fortsetzen. Zunächst wollten wir uns die amerikanische Seite der Niagarafälle noch anschauen…zugegeben, die kanadische Seite ist ein wenig schöner, dafür ist man auf der amerikanischen Seite ganz nah an den tosenden Wassermassen!

...auf der amerikanischen Seite

…auf der amerikanischen Seite

Unser nächstes Tagesziel war „Cleveland“, phuu ganz vergessen wie gross die Distanzen hier sind 🙂 Doch nach etwa 4 Stunden erreichten wir die Rockhautpstadt der USA im Bundesstaat Ohio. Bemerkung am Rande: Die Fahrt verlief komplett entlang des Lake Erie, damit ihr eine Vorstellung der enormen Grösse der Great Lakes machen könnt.  Nach einem Abend im Stadtzentrum mit vielen coolen Rockbars, Microbreweries und Livemusik gings am nächsten Tag in die berühmt-berüchtigte „Rock n Roll Hall of Fame“…für uns als Fans der guten Musik natürlich ein Must-See 🙂
Nach mehr als vier Stunden in diesem 4-stöckigen Komplex können wir jedem, der sich für Rockmusik oder Musikgeschichte im Allgemeinen interessiert einen Besuch da wärmstens empfehlen…ein bisschen hat es sich angefühlt wie in einem riiiiiesengrossen Hardrock-Cafe, mit tonnenweise ausgestellten Kostümen, Instrumenten und jeder Menge Geschichte zu Entstehung der Rockmusik (die übrigens bis in die 30er-Jahre zurückgeht). Vor allem prägenden Künstlern wie zb. den Beatles, Elvis oder Johnny Cash sind ganze Räume gewidmet.
Am Abend gings dann ab ins „House of Blues“, um uns ein hammergeiles Konzert von „Butch Walker“ anzuschauen…top!
Übernachtet haben wir im „Cleveland Hostel“ im Stadtteil Ohio City und waren sehr zufrieden.

Schönes Fotomotiv

Schönes Fotomotiv

Des Rockers Himmel :-)

Des Rockers Himmel 🙂

Butch Walker in Action

Butch Walker in Action

 

 

CHICAGO
Unser nächstes Ziel war erneut weit entfernt: Chicago. Wir haben schon soooo viel darüber gehört und wollten die Stadt diesmal auf keinen Fall auslassen… Nach einer langen Fahrt durch eher nicht so tolle Landschaft (viel Industrie) über einen teuren Zoll-Highway erreichten wir schliesslich die berühmt-berüchtige Gangsterstadt. Auffallend war zunächst der Baustil – genau wie man es sich vorstellt: Viele gemauerte, hohe Gebäude mit teilweise schönen Verzierungen! Nach einer ‚ungewollten‘ Gastrolle bei einer Sendung mit versteckter Kamera, erkundeten wir die Stadt per ÖV. Die Fahrt mit der Metro, die um den „Loop“ herum sogar über die Stadt führt, war genial! Nach ein paar Bierchen in diversen Pubs der ‚North Clark Street‘ und einem leckeren Abendessen in einem Irish-Pub liefen wir zu Fuss ein paar Metrostationen weiter und gingen von da aus wieder zurück zum Hotel.
Am nächsten Morgen fuhren wir zum „Navy Pier“ und da noch einen Blick auf die Skyline und den See zu erhaschen…danach wars leider auch schon wieder Zeit zu gehen. Schliesslich hatten wir Pläne für den Abend! 🙂
Unser Hostel-Tipp für Chicago: Das „Holiday Jones“ – nette Doppelzimmer mit sauberen Bädern und die ÖV-Anbindung direkt vor der Tür.

Bei der Anfahrt...

Bei der Anfahrt…

...und vom Navy Pier

…und vom Navy Pier

 
BOWLING GREEN, OHIO
Ehrlichgesagt wussten wir gar nicht, wo das ist. Die Stadt hat nur gut 30’000 Einwohner und ist allgemein als College-City bekannt. Uns hats dahin verschlagen, weil wir von einem kleinen (kostenlosen) Musikfestival gehört haben namens „Black Swamp Arts Festival“ an dem zufälligerweise genau auch noch eine unserer Lieblingsbands „The Delta Saints“ spielte. Also checkten wir im Day’s Inn ein – einem eher grauenvollen Motel – aber es hats getan. Das Festival selber war der Knüller: Wir waren vermutlich die einzigen Turisten überhaupt, die Leute waren superfreundlich, das Essen war vielfältiger denn je und ein Bier an diesem Festival , welches ja wie erwähnt nicht mal Eintritt kostet, hat uns gerademal 3-4 USD gekostet. Genial!
So verbrachten wir einen absolut legendären Abend mit guter Musik und netter Gesellschaft und zum Abschluss gingen wir sogar noch mit den Jungs der Band auf ein paar Bierchen in ein Pub bis zum bitteren Ende. Wird uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben!
Und weil uns die Leute, die Stimmung, die Musik etc. so gut gefallen haben, blieben wir gleich noch einen Abend und schauten uns unter anderem noch die „Sheepdogs“ an. Bowling Green war für uns der absolute Hammer, obwohl es da unter normalen Umständen gar nicht viel zu sehen gäbe…

Wieder eine Staatsgrenze

Wieder eine Staatsgrenze

Klein aber fein!

Klein aber fein!

Die Bar :-)

Die Bar 🙂

 

 

MIT KOMPLIKATIONEN ZURÜCK NACH KANADA: SARNIA
Am nächsten Tag wollten wir weiter richtung „Lake Huron“. Geplant war eigentlich die amerikanische Seite (Lake Huron bildet zugleich die Grenze zwischen den USA und Kanada. Leider hat uns dieses Vorhaben aber viele Stunden Umweg gekostet… Aber von vorne! Unser erster Zwischenstopp war „Detroit“ an diesem Tag. Nach einem Kaffee an der Waterfront und einer Tour durch die Stadt gingen wir dann weiter richtung Port Huron um von da an nordwärts ein nettes kleines Örtchen am Lake Huron, einem weiteren der Great Lakes, zu finden, um nach dem eher anstrengenden Wochenende ein bisschen zu relaxen…diese Suche hat sich allerdings als schwierig bis letztlich unmöglich gestaltet! Wir haben bestimmt acht verschieden Hotels, Motels und Campings mit sogenannten ‚Cabins‘ aufgesucht, aber üüüberall war am Sonntag niemand an der Rezeption und man hätte vorausbuchen müssen. Da wir nicht so auf Pläne stehen, hatten wir das natürlich nicht gemacht…für einmal ein Nachteil. Schlussendlich irrten wir etwa drei Stunden von Hotel zu Motel, um irgendwann resigniert festzustellen: Das wird wohl nix. Ich hatte genug von der Sucherei und schlug vor, zurück nach Port Huron zu fahren um dort die Grenze nach Kanada doch heute noch zu überqueren und unser Glück da zu versuchen…gesagt getan. Also nahmen wir den Weg (samt Umweg wegen gesperrter Strassen von nochmals etwa 30 Minuten) auf uns und suchten die „Bridge to Kanada“. In Sarnia, dem kanadischen Städtchen gleich nach der Grenze, hatten wir dann endlich mehr Glück. Wir fanden ein tolles, sauberes und günstiges Motel (das Super 8) und ein cooles Pub mit tollem Menü. Endlich, wir sind angekommen 🙂 Und als wäre das nicht genug, hatten wir auch noch die tollste Bedienung der Welt (vermutlich sogar die Besitzerin; schätzungsweise 50 Jahre alt aber bedient Ihre Gäste immernoch in Hotpants und einem strahlenden Lächeln), die uns für den nächsten Tag ein paar tolle Ausflugstipps samt selbstgezeichneter Karte gegeben hat. Falls es jemanden mal dahin verschlägt, das Pub heisst „Ups & Downs“ (wie passend bei dem  Tag, haha) 🙂
Ein erneutes Beispiel für einen Tag, der absolut sch*** angefangen hat und schlussendlich aber doch noch toll geendet hat 😀

Schwere Entscheidung...

Schwere Entscheidung…

 

 
PINERY PROVINCIAL PARK
Natürlich kamen wir dem Tipp der netten Lady nach und machten uns am Morgen auf den Weg richtung Pinery Park. Wie sie uns versprochen hatte, führte der Weg durch irrsinnig schöne, ländliche Gegenden… Nach knapp einer Stunde Fahrt kamen wir am Eingang des Parks an. Für eine kleine Eintrittsgebühr konnten wir den ganzen Tag dort verbringen…und dieser Tag hat sich wirklich gelohnt! So hatten wir endlich mal Gelegenheit, Zeit am Lake Huron (mit knapp 60’000 km2 übrigens der drittgrösste Süsswassersee der Welt und grösser als die Schweiz) zu verbringen und schöne Wälder, Dünen und Flüsse zu bestaunen… Aber schaut am Besten einfach die Fotos an 🙂

Danach gingen wir weiter richtung „Goderich“ welches wir ehern enttäuschend fanden, also fuhren wir direkt weiter nach „Stratford“ um dort die Nacht zu verbringen. Ein wirklich schönes, alt-erhaltenes typisch kanadisches Städtchen. Viel zu tun gibts da nicht (ausser durch die Strassen schlendern oder den tausenden Enten am Fluss zuzuschauen) aber es war ein super Zwischenstopps für eine Nacht.

Lake Huron

Lake Huron

Schön wars!

Schön wars!

...so endlos wie das Meer!

…so endlos wie das Meer!

 

 

MIETAUTO ZURÜCKBRINGEN UND BACK TO TORONTO
Schon war unsere Tour fast um und es war Zeit, das Auto zum Toronto-Airport zurückzubringen. Nach einer mühsamen Fahrt die von Stau durch die vielen Baustellen und hohem Verkehrsaufkommen geprägt war, erreichten wir die Mietwagenstation fast pünktlich um die Mittagszeit. Von Flughafen gings per Toronto-Pearson-Express zurück in die Innenstadt von Toronto. Da verbrachten wir dann unsere letzte Nacht, bevor es am nächsten Tag weiter ging…naaaaach Mexiko! 🙂

 

FAZIT
Die Tour rund um die Great Lakes herum war wunderschön. Es fällt mir schwer, die beiden Länder gegenüberzustellen und zu beurteilen, da wir von Kanada definitiv nicht genug gesehen haben. Die USA kenne ich von früheren Reisen schon sehr gut, ich habe insgesamt schon mehr als 6 Monate im Land der (un)begrenzten Möglichkeiten als Turist verbracht und schätze die USA als Reisedestination sehr, da einem als Turist alles sehr einfach gemacht wird.
Anhand der Seeufer der Great Lakes beider Länder geht der Punkt allerdings ganz klar an Kanada. Es scheint alles viel weniger privatisiert, und wir sahen auf der kanadischen Seite auch viel weniger Industrie als auf der amerikanischen Seite.
An Kanada haben mir die vielen vielen Regeln nicht so gut gefallen. Mir scheint da der „Verbotsschilder-Wahn“ noch etwas ausgeprägter als in den USA. Aber ich bin mir sicher, dass ländlichere Gegenden insbesondere auch der westliche Teil Kanadas zwischen Vancouver und Calgary irrsinnig schön ist.

Aber wie sagt man so schön…maybe next time! 🙂

 

Byebye Toronto!

Byebye Toronto!

 

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