Koh Phi Phi – Filmreife Trauminsel!

Das Boot legte am Ao Tonsai Pier an, wo uns auch schon zwei unserer Freunde aus der Schweiz erwarteten. Wir wussten, dass die beiden während dieser Zeit auf Phi Phi Urlaub machten, deshalb zog es uns gleich anfangs dahin. Nach einem Willkommens-Bierchen am türkisblauen Meer entfiel für einmal sogar die Unterkunftssuche, da wir spontan im Hotel unserer Freunde eincheckten. Insgesamt verbrachten wir dort sechs Nächte und würden die Unterkunft namens „Uphill Cottages“ absolut weiterempfehlen! Für 700 Baht pro Nacht bekamen wir ein Dreibettzimmer mit Ventilator und grossem eigenen Bad. Klar – andernorts in Thailand bekommt man mehr für sein Geld. Aber auf Phi Phi bezahlt man halt eben ein bisschen mehr… Dafür war die Unterkunft etwas ruhig auf einer Anhöhe gelegen und man konnte somit auch mal in Ruhe ein Bierchen auf seiner Veranda zwitschern wenn man gerade mal keinen Bock auf partywütige Engländer oder lautstarke Mainstream-Music hatte.

Sonnenuntergang Phi Phi

Sonnenuntergang vom ‚Uphill Cottage‘ aus

Aussicht vom Viewpoint

Aussicht vom Viewpoint

Was man auf Koh Phi Phi machen kann:

…einfach mal nichts, so wie wir! 😀 Wir hatten echt mal etwas Erholung und Ruhe nötig.
Wem das zu wenig ist:

– Tauchen. Unsere Freunde waren extra fürs Tauchen da und was sie uns erzählt resp. auf Fotos gezeigt haben sah einfach nur phänomenal aus. Tauchschulen gibts an jeder Ecke.
– Sonne tanken & baden: Mit seiner Auswahl an schönen Stränden muss man dafür nie weit gehen…
– Lecker essen gehen, unsere Lieblingsrestaurants findet ihr weiter unten…
– Ausgehen! Im Zentrum gibts eine riesen Auswahl an Bars & Kneipen, auch Live-Music haben wir gefunden! Genaueres erfahrt ihr ebenfalls weiter unten.
– Einkaufen! Und es braucht viel, bis ich das sage 😀 Aber die Strassenstände bieten eine tolle Vielfalt und verkaufen echt schöne Sachen!
– Wer sich volle Kanne Massenturismus geben möchte: Einen halb- oder ganztägigen Ausflug zur weltbekannten „Maya Bay“ (aus dem Film „The Beach“) – uns war das dann doch zu viel des Guten und spätestens als unsere Freunde uns erzählt haben dass den ganzen Tag ständig um die 20-30 Boote gleichzeitig dort anlegen, war diese Option für uns gestorben…
– Zum Aussichtspunkt gehen: Der ist fast von überall im Zentrum ausgeschildert. Der Aufstieg dauert ca. 30 Minuten und die Aussicht ist wunderschön. Leider etwas überfüllt, vor allem zum Sonnenuntergang…
– Und wer wie wir mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist: Songkran feiern!!
Unsere Lieblingsrestaurants:

– fürs späte Frühstück oder generell Sandwiches empfehlen wir das „Chai Restaurant“. Ziemlich grosse Sandwiches in zahlreichen Variationen für wenig Geld.

– die meiste Zeit haben wir insgesamt warscheinlich im „Pirates House“ verbracht. Davon gibt es sogar zwei Fiialen, eine gleich vorne beim Pier und eine hinten in der Nähe des Irish Pub’s. Wir haben eine Vielzahl deren Menü’s probiert und waren immer happy. Ausserdem sind die Angestellten allesamt superfreundlich, sogar der nepalesische Besitzer!

– „Matts Joint Grill“, irgendwo zwischen Pier und Pirates House in einer Seitenstrasse. Haben jeden Abend ‚All You Can Eat BBQ‘ für nur 299 Baht und die Auswahl an Fleisch, Salaten und Beilagen ist meiner Meinung nach super.

– für den grossen Hunger spätabends gibt es diverse Pizza-Stände, die einem für 80 Baht pro Stück ziemlich leckere Pizza verkaufen.

Nicht empfehlen können wir hingegen „The Rock“, auch wenns von aussen toll wirkt… Man fühlt sich abgefertigt, die Preise sind höher als anderswo und Qualität und Menge des Essens lässt auch zu wünschen übrig.
Ausgehen:

In den meisten Kneipen auf Phi Phi kann man esse und trinken gleichermassen. Also fast jedes Restaurant serviert auch Bier und Cocktails. Wir haben drei Ausnahmen gefunden:

– das „Kongsiam“, unser Favorit! Es gibt nur Getränke, dafür aber jeden Abend Live-Musik – wenn auch immer mal wieder die gleichen Musiker… Aber die Stimmung ist top (vor allem ab 22.00 Uhr) und die Musik gut!

– die „Banana Bar“ nicht weit weg vom Irish Pub (welches übrigens so gar nicht irish ist). Öfters werde Filme wie „The Beach“ gezeigt und danach ist Partyyyy 🙂

– die „Reggae Bar“ mitten im Zentrum bietet jedem einen ‚Free Bucket‘, also einen grossen Cocktail-Kübel, der sich in den Boxring stellt. Gekämpft wird teils gegen Thai’s, teils gegen andere Turisten und es hat immer ziemlich schmerzhaft ausgesehen…aber für ein- oder zweimal sehr amüsant zum zuschauen 🙂

Wem das zu wenig ist, der kann abends zum Paradise Beach runtergehen, dort läuft jeden Abend eine riesen Party mit lauter Elektromusik, viel Alkohol und hunderten feierwütigen Turisten die die leer getrunkenen Flaschen und Becher dann ins Meer werfen (und sich vermutlich am nächsten Tag wundern warum der Strand so verschmutzt ist)…witzig um einmal zu sehen, unser Fall wars nicht 🙂
Und dann noch mein Lieblingskapitel: Songkran auf Koh Phi Phi!

…wie wenig hatten wir uns auf Thailand vorbereitet. Wir wussten gerademal, wie wir vom Flughafen nach Koh Phi Phi kamen. Somit hatten wir natürlich auch keine Ahnung, dass das thailändische Neujahrsfest namens „Songkran“ während unserer Zeit auf Koh Phi Phi stattfinden würde! Je näher der 13. April jedoch kam, desto mehr Leute sprachen uns darauf an und rieten uns, eine Wasserpistole zu besorgen und uns für das Fest zu wappnen 🙂 Daraufhin informierten wir uns mal etwas genauer darüber:

„…die rituellen Waschungen haben sich im Laufe der Geschichte dahingehend entwickelt, dass zu Songkran sich alle Personen gegenseitig mit Wasser übergießen. Dieser Brauch, der bereits vor dem eigentlichen Fest beginnt und auch über es hinausgeht, wird vor allem in größeren Städten exzessiv betrieben, auch als unbeteiligter Tourist kann man leicht nass werden. Es entstehen auf den Straßen spontan regelrechte Umzüge von offenen Wagen, auf denen die Feiernden gefüllte Wassertonnen (häufig auch mit Eisblöcken) transportieren, um Wasserpistolen, Eimer und Flaschen immer wieder nachzufüllen. Außerdem wird man mit Babypuder oder Talcum bestäubt, bzw. im Gesicht damit bemalt.“ – Quelle: Wikipedia

Mit anderen Worten heisst das: Eine massive Wasserschlacht. Deshalb wappneten wir uns für das Fest und kauften (wie fast alle) auch noch eine Wasserpistole 🙂
Da das Fest eigentlich auf den 13. angesetzt war, schauten wir nicht schlecht aus der Wäsche als wir bereits am Abend des 12. reichlich nass wurden – also änderten wir unsere Pläne, gingen zurück ins Hotel, wechselten unsere Kleider und verstauten alle unsere Wertsachen in einem Drybag…und dann gings auf in die „Kampfzone“ 😀
Ich muss scho sagen, ich habe selten eine so lustige Tradition erlebt! Alle machen mit, niemand stört sich wenn er nass wird (es ist schliesslich warm genug) und Thais wie Turisten; Erwachsene wie Kinder machen mit. Es ist ein nasses, fröhliches Miteinander!

Wasserschlacht an Songkran

Wasserschlacht an Songkran

phi phi songkran

nass und voller Puder…aber geil wars!

Auch getrunken wird reichlich, und bei einigen unserer Thai-Freunde haben wir uns überlegt, ob es wohl das einzige Mal im Jahr ist dass sie Alkohol trinken?! 🙂
Nach einer durchgefeierten Nacht nach dem Motto „zu gut um wahr zu sein“ gingen wir dann glücklich und betrunken ins Bett. Am nächsten Mittag erreichten uns bereits wieder Sms unserer Freunde, dass das Fest weiterging…also schnallten wir die Wasserpistole wieder um und gingen wieder rein ins Getümmel 🙂
Dies war dann der eigentliche Haupttag des Fests, wirklich jeder Shop, jedes Restaurant und jeder Salon hatte einen Wasserbehälter draussen stehen und die jeweiligen Inhaber & Angestellten beteiligten sich reichlich an der Wasserschlacht…hin- und wieder wurde einem Talcum-Puder ins Gesicht gestrichen – aber meist wurde ebendieser Minuten später wieder vom vielen Wasser abgewaschen…

Songkran am nächsten Tag

Songkran am nächsten Tag

Songkran ist schwer in Worte zu fassen…daher mein Tipp für euch alle: Wenn ihr die Möglichkeit habt, einmal zu Songkran in Thailand zu sein, am Besten auf einer turistischen Insel wie Phuket, Koh Samui oder Koh Phi Phi – macht es!! Es ist eine superwitzige, unvergessliche Erfahrung und ich kann euch garantieren – ihr werdet Tonnen Spass haben! 😉

 

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