Prachuap – wo die glücklichen Menschen leben!

Nach insgesamt sechs Nächten auf der einsamen Insel, war es irgendwann dann trotzdem Zeit zu gehen. Also machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Ziel. Wir hörten von ‚Ao Manao‘, einem Strand zwischen Chumphon und Bangkok der als einer der schönsten Strände betitelt wird. Auch wurde uns von einem älteren Australier, den wir unterwegs mal trafen, das kleine Städtchen ‚Prachuap Khiri Khan‘ empfohlen. Da wir somit zwei gute Gründe hatten, da hinzugehen, machten wir uns auf den Weg…

Nach einer sehr angenehmen siebenstündigen Busfahrt erreichten wir schliesslich Abends um etwa 20.00 Uhr Prachuap. Zwei Mototaxis brachten uns ins kleine ‚Stadtzentrum‘ wo wir uns zuerst ein schmuddeliges Guesthouse mit komischen Gestalten ansahen uns uns – welch Wunder – dagegen entschieden. Danach fanden wir gleich vorne am Strand ein kleines Hotel namens ‚Thur Hostel‘. Sie hatten Platz für uns und wir kriegten sogar eines der beiden Zimmer mit Meerblick und einer riesigen Terrasse! Zwar war das Zimmer mit 900 Baht etwas über unserem Budget, aber die schöne Lage war es uns wert.

Ausblick aus unserem Zimmer

Ausblick aus unserem Zimmer

 

Gleich nebenan fanden wir eine kleine Bar in der wir es uns gemütlich machten. Wir lernten auf Anhin ein paar supernette Menschen kennen, zwar alle etwas älter (so ab 45 aufwärts) aber witzig 🙂 Generell bemerkten wir gleich von anfang an die friedliche Stimmung und den glücklichen Eindruck, den uns die Einheimischen in diesem kleinen Städtchen machten! Turisten, Auswanderer und Einhemische leben in einem harmonischen Miteinander, sitzen abends mit einem Bier am Strand beisammen und tauschen sich aus. Hier wollten wir etwas verweilen.

Am nächsten Tag mieteten wir uns einen Scooter und fuhren damit zum schönen Beach namens ‚Ao Manao‘. Etwas ungewöhnlich war, dass wir erst durch ein Airforce-Gate mussten wo wir uns einzuschreiben hatten. Erst danach durften wir zum Beach.
Wir fanden dann heraus, dass der gesamte Strand von der Airforce unterhalten wird und dass die Sicherheitsvorkehrungen so streng sind, weil Ao Manao gleichzeitig mit den berühmten Anschlägen auf Pearl Harbor 1941 ebenfalls von Japan angegriffen wurde.
Der Strand ist schön, aber jetzt auch nicht weltbewegend.

 

Ao Manao

Ao Manao

Dann mussten wir leider nach zwei Nächten aus dem ‚Thur Hostel‘ auschecken, da die Zimmer ausgebucht waren. Wir fanden glücklicherweise aber ein paar Meter nebenan ein kleines Hotel mit dem Namen ‚Nings Guesthouse‘ und beschlossen, für eine Nacht noch dahin umzuziehen. Das Zimmer dort kostete nur noch 500 Baht und wir hatten trotzdem einen tollen Balkon, den wir dann auch zum schreiben und musizieren nutzten.

 

Prachuap: Aussicht von Ning's Guesthouse

Aussicht von Ning’s Guesthouse

 

An einem Abend gingen wir noch zum Affenhügel, von wo aus man eine tolle Aussicht über die drei Badebuchten der Region haben sollte. Bereits als wir dort ankamen stellten wir fest, dass der Hügel wohl komplett im Besitz der Affen sein muss – sie waren üüüberall. Soweit nichts ungewöhnliches, also stiegen wir die vielen Stufen zum Hügel hinauf. Der Unterschied zwischen diesen Affen und denen die wir in Indien angetroffen haben war, dass diese Affen teilweise recht gross und so überhaupt gar nicht scheu waren. Sie stellten sich einem auch gerne in den schmalen Weg und fauchten einen an wenn man an ihnen vorbei wollte. Obwohl es uns unter soooo vielen Affen nicht mehr ganz wohl war, gingen wir den Weg bis zum Schluss. Oben auf dem Hügel angekommen genossen wir kurz die wirklich schöne Aussicht als wir feststellten, dass wir komplett von Affen umzingelt waren. Keine Ahnung ob Spass oder Ernst, aber sie hatten uns ziemlich eingekreist…und in diesem Moment wurde es uns ziemlich unwohl. Wir versuchten irgendwie aus der Affengruppe herauszukommen aber dabei wurden die Affen wütend, fletschten Ihre Zähne und fauchten…schliesslich wurden wir leicht panisch und rannten einfach davon – wodurch wir natürlich alles noch schlimmer machten. Schliesslich rannten wir von Affen verfolgt die Treppe runter bis wir uns schliesslich an einen Mönch klammerten der es dann schaffte, uns und die Affen gleichzeitig zu beruhigen…warscheinlich kannte er die Tiere einfach schon so gut und wusste dass sie nicht gefährlich waren.

 

Prachuap: da waren sie noch friedlich

da waren sie noch friedlich

 

Uns verging allerdings nach diesem Zwischenfall die Lust auf Aussicht und wir wollten einfach nur noch runter und Weg von den Affen…

Wir blieben schliesslich drei Nächte in Prachuap und genossen die Zeit mit all den guten Leuten da. Danach war es wirklich Zeit nach Bangkok aufzubrechen, denn nur einen Tag später ging bereits unser Flug nach Myanmar… Aber Prachuap mit all seinen freundlichen, ausgeglichenen Menschen wird uns als friedlicher Ort in Erinnerung bleiben.

 

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