Udaipur – die majestätische Stadt

Am späten Nachmittag sind wir in Udaipur gelandet. Zwar gabs auch hier wieder nur Prepay-Taxis zu unvernünftigen Preisen, aber dafür erwischten wir einen superflotten Taxifahrer… Generell bemerkten wir von Anfang an die Freundlichkeit der Menschen hier! Auch als wir im Hotel unserer Wahl, dem ‚Kumbha Palace‘ ankamen, wurden wir herzlich empfangen. Und das Kumbha Palace war einfach der Hammer! Ein tolles Zimmer mit einer ordentlichen Dusche, ein grüner Garten mit vielen Sitzmöglichkeiten und ein tolles Rooftop-Restaurant mit Blick auf das ‚Udaipur Palace‘. Und das Ganze gabs für 650 Rupien die Nacht. Kein Wunder blieben wir hier einige Tage hängen…

 

Garten im Kumbha Palace

Garten im Kumbha Palace

 

Udaipur Palace

Aussicht aufs Palace von der Dachterrasse

 

Am ersten Abend genossen wir ein leckeres indisches Menü im Restaurant auf der Dachterasse mit dem schön beleuchteten Palace im Hintergrund…unbezahlbar!
Am nächsten Tag wanderten wir in den Gassen umher, welche zugegebenermassen nicht allzu toll sind. Der Verkehr ist horror in der Altstadt, und die Verkäufer versuchen alle, einen möglichst in Ihren Shop zu bekommen.

Also gingen wir weiter richtung Palace, um uns die Hauptsehenswürdigkeit von Udaipur mal etwas genauer anzuschauen. Für je 250 Rps. lösten wir den Eintritt und waren danach ein bisschen enttäuscht. Alles ist sehr trocken und sachlich erklärt, und viele Bilder zieren die alten Gemäuer. Aber ausser den Bildern, ein paar mit Mosaik verzierten Gebentsschreinen und ein paar ehemaligen Wohnräumen gabs nicht allzuviel Interessantes zu sehen, mal abgesehen davon dass überall viel zu viele Leute waren…
Was uns wirklich gefallen hat, war allerdings die Aussicht vom Palace auf die Stadt, und auf die andere Seite zum See.

Udaipur Palace

Aussicht vom Palace

Aussicht über den See

Aussicht über den See

Eine Bootstour auf dem See haben wir nicht gemacht, da es uns erstens zu teuer und zweitens zu überlaufen war. Dafür haben wir am zweiten Tag gegenüber vom Hotel einen Schneider entdeckt und wollten da mal vorbeigehen, da Christian sich gerne Hosen schneidern lassen wollte…eine super Entscheidung!
Sein Name war ‚Arun‘ und er begrüsste uns von Anfang an mit offenen Armen und einem breiten Strahlen. Vor dem Business kam ein Gespräch über Gott und die Welt – eher ungewöhnlich in Indien. Nachdem dann Stoff und Modell ausgewählt war, wurden die Masse genommen. Und danach gabs eine Tasse ‚Chai‘ offerier von Arun, und noch viele gute Gespräche… Wir verabredeten, die drei Paar Hosen bereits am nächsten Tag bei Ihm abzuholen, und versprachen dann im Gegenzug zum offerierten Chai dafür Chips und Bier mitzubringen 😉

Arun beim 'Mass nehmen'

Arun beim ‚Mass nehmen‘

Als wir am nächsten Tag dann wieder bei Arun sassen, gingen die fröhlichen Stunden mit Ihm weiter. Eines der ersten Male in Indien hatten wir das Gefühl, einen ‚Freund‘ gefunden zu haben. Es tat auch gut, endlich mal jemandem ein paar Fragen zur indischen Mentalität zu stellen, zb. über Themen wie Zwangsheirat.
Wie versprochen brachten wir Chips mit, und er ging zusammen mit Christian Bier holen. Auch die frisch geschneiderten Hosen sassen perfekt, und Arun half uns schlussendlich sogar dabei, ein Paket nach Hause zu senden mit den neu gekauften Hosen und Souvenirs, welche wir nicht für den Rest unserer Reise mit uns herumschleppen konnten 🙂

Schlussendlich hatten wir in Udaipur eine tolle Zeit an die wir gerne zurückdenken, hauptsächlich weil wir supernette Menschen kennengelernt haben und ein schönes Hotel gefunden hatten. Nicht etwa, weil wir da soviel unternommen hätten 🙂
Aber gehts es nicht beim Reisen manchmal genau darum? Eben.

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